Rätselreime für Kinder mit Lösung

Rätselreime & Was-bin-ich-Rätsel für Kinder

Rätselreime sind kleine Gedichte mit einem Geheimnis: Sie beschreiben etwas, ohne es zu verraten. Hör genau auf die Hinweise in jeder Zeile, rate mit – und klapp dann die Lösung auf. Ideal zum Vorlesen und gemeinsamen Knobeln.

Rätselreime zum Erraten

  1. Ich habe Zacken, doch beiße nicht,
    dein Haar zu kämmen ist meine Pflicht.
    Was bin ich?

    Der Kamm.

  2. Am Morgen komm ich, gelb und rund,
    ich mach den Himmel hell und bunt.
    Was bin ich?

    Die Sonne.

  3. Vier Räder hab ich, fahre schnell,
    ich brumme laut, mein Licht scheint hell.
    Was bin ich?

    Das Auto.

  4. Ich falle leise, weiß und kalt,
    und decke zu den ganzen Wald.
    Was bin ich?

    Der Schnee.

  5. Ich tropfe nass vom Himmel her,
    die Blumen brauchen mich so sehr.
    Was bin ich?

    Der Regen.

  6. Ich habe Blätter, bin kein Baum,
    man liest in mir und staunt im Traum.
    Was bin ich?

    Das Buch.

  7. Ich ticke leise, Tag und Nacht,
    und sage dir die Zeit – gib acht!
    Was bin ich?

    Die Uhr.

  8. Ich summe fleißig, klein und fein,
    und sammle Honig ganz allein.
    Was bin ich?

    Die Biene.

  9. Ich schnurre leise auf dem Schoß,
    und jage Mäuse, flink und bloß.
    Was bin ich?

    Die Katze.

  10. Ich bin ganz rund und rolle weit,
    zum Fußballspiel bin ich bereit.
    Was bin ich?

    Der Ball.

  11. Ich trage Stacheln, bin doch klein,
    im Herbst roll ich mich gerne ein.
    Was bin ich?

    Der Igel.

  12. Gelb und krumm, so lieg ich da,
    die Affen rufen laut: hurra!
    Was bin ich?

    Die Banane.

  13. Ich bin rund und rot und fein,
    am Baum, da hänge ich allein.
    Was bin ich?

    Der Apfel.

  14. Ich schwimme still im kühlen Nass,
    hab keine Beine – und doch Spaß.
    Was bin ich?

    Der Fisch.

  15. Drei dicke Kugeln, Möhr' im Gesicht,
    im Frühling schmelz ich – dann bin ich nicht.
    Was bin ich?

    Der Schneemann.

  16. Am dunklen Himmel scheine ich,
    nur in der Nacht, da zeig ich mich.
    Was bin ich?

    Der Mond.

  17. Ich funkle hell, bin klein und weit,
    am Nachthimmel zur Schlafenszeit.
    Was bin ich?

    Der Stern.

  18. Mit Blättern, Ästen, festem Stamm,
    steh ich im Wald seit Jahren stramm.
    Was bin ich?

    Der Baum.

  19. Ich blühe bunt im grünen Beet,
    wenn warm die Frühlingssonne steht.
    Was bin ich?

    Die Blume.

  20. Ich belle laut und wedl' mit Schwanz,
    und freu mich auf den Spaziergang ganz.
    Was bin ich?

    Der Hund.

  21. Zwei Flügel hab ich, fliege weit,
    und zwitschre früh zur Morgenzeit.
    Was bin ich?

    Der Vogel.

  22. Bei Regen spann ich mich weit auf
    und fang die Tropfen von oben drauf.
    Was bin ich?

    Der Regenschirm.

  23. Zwei runde Gläser, leicht und fein,
    damit siehst du gestochen rein.
    Was bin ich?

    Die Brille.

  24. Aus Metall bin ich und ganz schmal,
    ich sperr die Türen auf – jedes Mal.
    Was bin ich?

    Der Schlüssel.

  25. Ich spende Licht, ganz warm und sacht,
    und werde kleiner Nacht für Nacht.
    Was bin ich?

    Die Kerze.

Isi
Isi erklärt: Hinweis für Hinweis
Jede Zeile eines Rätselreims gibt einen Hinweis. Lies langsam und stell dir bei jeder Zeile ein Bild vor: Welche Farbe? Welche Form? Was tut das Ding? Wenn du alle Hinweise zusammensetzt, kommst du fast immer auf die Lösung.

Warum Rätselreime so wertvoll sind

Rätselreime verbinden Sprache und Denken: Kinder hören auf Reim und Rhythmus, achten auf Wortbedeutungen und üben, aus mehreren Hinweisen eine Schlussfolgerung zu ziehen. Ganz nebenbei wächst der Wortschatz – und Vorlesen macht in Reimform besonders viel Spaß.

Banoo
Banoo-Tipp: Selbst einen Rätselreim dichten!
Sucht euch ein Ding aus dem Kinderzimmer aus und überlegt zwei Hinweise, die sich reimen. Schon habt ihr euren eigenen Rätselreim – und die anderen dürfen raten. boo!

Rätselreime selbst dichten

Eigene Rätselreime zu erfinden macht fast noch mehr Spaß als das Raten – und schult ganz nebenbei Sprache und Kreativität. So gelingt's in drei Schritten:

  1. Gegenstand wählen: Irgendetwas aus dem Kinderzimmer oder der Küche.
  2. Hinweise sammeln: Welche Farbe, welche Form, was kann es, wie klingt es?
  3. Zwei Zeilen reimen: Such zwei Wörter, die sich reimen (zum Beispiel „rund“ und „bunt“), und bau die Hinweise drumherum.

Rätselreime für unterwegs

Weil Rätselreime ganz ohne Material auskommen, sind sie perfekt für unterwegs: im Auto, im Zug oder an der Bushaltestelle. Ein, zwei Reime im Kopf, und schon vergeht die Wartezeit mit Raten und Lachen. Wer mag, merkt sich die Lieblingsreime auswendig – dann hat man sie immer dabei.

Banoo
Banoo-Tipp: Reim-Wettstreit!
Jeder denkt sich einen Rätselreim aus, die anderen raten. Wer am schnellsten errät, ist als Nächstes mit Dichten dran. So entsteht ganz von allein ein lustiges Familienspiel. boo!

Weiter geht's mit den lustigen Scherzfragen und den kniffligen Knobelaufgaben. Alle Rätsel auf einen Blick: Rätsel & Mitmachspaß.

Häufige Fragen

Was ist ein Rätselreim?
Ein Rätselreim ist ein kurzes Gedicht, das ein Ding, ein Tier oder eine Sache beschreibt, ohne es zu nennen. Aus den gereimten Hinweisen soll man erraten, was gemeint ist – eine spielerische Form des „Was bin ich?“-Rätsels.
Ab welchem Alter sind Rätselreime geeignet?
Rätselreime eignen sich schon ab dem Vorschulalter zum Vorlesen und Mitraten. Ab Klasse 1–2 können Kinder sie selbst lesen. Der Reim hilft beim Merken und macht das Raten leichter, weil die Hinweise klar und bildhaft sind.
Wie löst man einen Rätselreim am besten?
Am besten den Reim einmal ganz langsam (vor-)lesen und auf die einzelnen Hinweise achten: Farbe, Form, Geräusch, was das Ding tut. Jede Zeile verrät ein Stück mehr. Oft ergibt sich die Lösung erst aus allen Hinweisen zusammen.
Ab welchem Alter kann mein Kind Rätselreime selbst lösen?
Vorgelesen raten Kinder schon ab etwa vier Jahren begeistert mit. Selbst lesen und lösen klappt meist ab Klasse 1 bis 2, wenn das Lesen flüssiger wird. Weil die Hinweise bildhaft und konkret sind, gelingt das Erraten oft schon nach den ersten zwei Zeilen.
Wie dichtet man einen eigenen Rätselreim?
Sucht euch einen Gegenstand aus und sammelt zwei, drei Hinweise dazu: Farbe, Form, was er kann. Dann formt ihr daraus zwei kurze Zeilen, die sich am Ende reimen – zum Beispiel „rund“ und „bunt“. Schon ist euer eigener Rätselreim fertig, und die anderen dürfen raten.
Banoo

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