Online-Übungen – so funktionieren sie

Online-Übungen: Anleitung für Eltern und Lehrkräfte

Zwanzig Minuten bis zum Abendessen, das Tablet liegt sowieso auf dem Tisch – und die Frage, ob sich daraus etwas Sinnvolles machen lässt. Aus genau dieser Situation sind unsere Online-Übungen entstanden. Inzwischen sind es 289 Übungen mit 54.618 Aufgaben in 7 Fächern. Diese Seite erklärt, wie ihr das Passende findet, was die beiden Modi unterscheidet und wie Lehrkräfte eine bestimmte Übung austeilen können.

In drei Schritten zur passenden Übung

Der Einstieg ist als kleiner Assistent gebaut, damit auch ein Erstklässler allein hinkommt:

  1. Klasse wählen – Klasse 1 bis 4.
  2. Fach wählen – Mathe, Deutsch, Englisch, Sachkunde, Musik, Kunst oder Religion. Angezeigt werden nur die Fächer, für die es in dieser Klassenstufe auch wirklich Übungen gibt.
  3. Übung auswählen – die Themenseite listet alle Übungen des Fachs mit einem kurzen Satz dazu.

Wer den Weg abkürzen will, nimmt auf der Übersichtsseite die Tabelle „Direkt zu einem Fach springen": eine Zeile pro Fach, ein Feld pro Klassenstufe. Ein Klick, und ihr seid in der Themenliste.

Banoo, das Schlossgespenst von banoo.boo
Lasst das Kind selbst klicken
Wir haben gemerkt: Wenn wir die Übung aussuchen und das Tablet fertig hinstellen, wird lustlos getippt. Sucht das Kind selbst aus, hält es deutlich länger durch – auch wenn es dreimal dieselbe Übung wählt. Das ist kein Problem, die Aufgaben werden bei jedem Durchgang neu gemischt.

Lernblock oder Zeitrennen – was wann passt

Vor jeder Übung stehen zwei Modi zur Wahl. Der Unterschied ist größer, als er aussieht:

  • Lernblock: Das Kind entscheidet sich für 10, 20 oder 30 Aufgaben und arbeitet sie ohne Uhr ab. Oben läuft eine Leiste aus BooStars mit, die zeigt, wie viel noch kommt. Das ist der Modus zum Lernen – und der einzige, bei dem klar ist, wann Schluss ist. Gerade das hilft: „Noch acht Aufgaben" ist für Kinder eine ganz andere Ansage als „üb noch ein bisschen".
  • Zeitrennen: Eine Uhr läuft über 2, 4 oder 6 Minuten, und es zählt, wie viele Aufgaben in dieser Zeit richtig werden. Die Aufgaben gehen nie aus, sie wiederholen sich bei Bedarf in neuer Reihenfolge. Der Modus ist zum Automatisieren gedacht: für das Einmaleins, für die verliebten Zahlen, für Vokabeln, die schon bekannt sind.
Isi, die Eule von banoo.boo
Neues nie unter Zeitdruck
Ein neues Thema gehört in den Lernblock. Zeitdruck beim ersten Kontakt mit einem Stoff sorgt dafür, dass Kinder raten statt rechnen – und eingeschliffenes Raten bekommt man schwerer weg als eine Wissenslücke. Das Zeitrennen lohnt sich erst, wenn der Weg zur Lösung schon sicher ist und nur noch schneller abrufbar werden soll.

Was für Aufgaben kommen dran

Es gibt vier Arten von Aufgaben, und das Kind muss dafür nichts einstellen – die Übung schaltet selbst um:

  • Auswahl: vier Antworten, eine davon stimmt. Die Reihenfolge wird bei jedem Durchgang neu gemischt, die richtige Antwort steht also nicht immer an derselben Stelle.
  • Zahlenfeld: ein Ziffernblock zum Antippen, für alle Rechenaufgaben.
  • Tippen: ein Eingabefeld, vor allem im Vokabeltrainer. Groß- und Kleinschreibung sowie zusätzliche Leerzeichen sind egal.
  • Paare zuordnen: zwei Spalten, die zusammengehörenden Karten werden angetippt. Das ist der spielerischste Typ und steckt vor allem in den Englisch-Vokabeltrainern.

Bei manchen Aufgaben steht direkt unter der Frage noch ein kleiner Hinweis von Isi – eine Erinnerung an die Regel oder eine Einordnung, die beim Lösen hilft. Und bei einer falschen Antwort bricht nichts ab: Die Übung zeigt kurz an, was richtig gewesen wäre, und geht dann weiter. Wer eine Aufgabe noch einmal sehen will, startet die Übung einfach neu – die Reihenfolge wird dabei neu gemischt.

Die BooStars und der kleine Rekord

Für jede richtig gelöste Aufgabe gibt es einen BooStar. Er erscheint grün in der Leiste, eine falsche Antwort wird rot, noch offene Aufgaben stehen als leerer Umriss da. Denselben Stern gibt es auf unseren ausgedruckten Arbeitsblättern – dort als Umriss zum Selbstausmalen.

Nach jedem Durchgang merkt sich die Seite drei Dinge und zeigt sie beim nächsten Aufruf oben an: den besten Prozentwert, die Zahl der Versuche und das Datum des letzten Mals. Mehr nicht – keine Fehlerlisten, keine Auswertung einzelner Aufgaben, keine Noten.

Das ist Absicht. Der BooStar zählt gelöste Aufgaben, er bewertet nicht das Kind. Wir haben bewusst darauf verzichtet, Schwächen sichtbar zu protokollieren: Ein Nachmittag am Tablet soll kein Zeugnis erzeugen.

Für Lehrkräfte: jede Übung hat eine Kennung

Das ist die Funktion, nach der am häufigsten gefragt wird – und die man leicht übersieht. Oben auf jeder Übungsseite steht ein kleines Feld mit einer Kennung, zum Beispiel K3EN008. Sie ist nach dem Muster Klasse – Fach – laufende Nummer aufgebaut: K3 für die dritte Klasse, EN für Englisch.

Mit dieser Kennung kommt man direkt in die Übung, ohne sich durch Klasse und Fach zu klicken:

banoo.boo/online_exercises/uebung.php?code=K3EN008

Für den Unterricht heißt das: Die Kennung passt an die Tafel, in den Wochenplan, auf den Elternbrief oder in die Klassen-Chatgruppe. Alle landen in derselben Übung, auch auf fremden Geräten – und ohne dass jemand ein Konto anlegt oder Daten hinterlässt. Auch in der Aufgabenansicht steht unten eine Kennung; damit lässt sich im Gespräch auf eine einzelne Aufgabe verweisen.

Banoo, das Schlossgespenst von banoo.boo
Drei Kennungen statt einer
Was sich in der Praxis bewährt hat: nicht eine Übung austeilen, sondern drei – eine leichtere, eine passende, eine schwerere. Dann findet jedes Kind einen Einstieg, und niemand muss vorne fragen, was es stattdessen machen soll.

Welche Klassenstufe ist die richtige?

Die Klassenstufe auf dem Zeugnis ist ein Startpunkt, keine Vorgabe. Was bei uns funktioniert:

  • Bei einem neuen Thema eine Stufe tiefer anfangen. Die ersten Erfolge entscheiden darüber, ob ein Kind dranbleibt.
  • An der Trefferquote ausrichten. Deutlich unter 60 Prozent richtig heißt: zu schwer, das frustriert nur. Über 90 Prozent heißt: die nächste Stufe darf es sein.
  • Nicht nach Fach mitziehen. Ein Kind kann in Mathe in Klasse 4 und in Englisch in Klasse 3 gut aufgehoben sein. Die Übungen sind pro Fach wählbar, genau dafür.

Am Ende jeder Themenseite stehen Querverweise auf dasselbe Fach in den anderen Klassenstufen und auf die anderen Fächer derselben Klasse. Der Wechsel ist also immer einen Klick entfernt.

Ohne Anmeldung – und was das für euch bedeutet

Es gibt kein Konto, keine E-Mail-Adresse, keine App und keine Bezahlschranke. Die Bestwerte liegen im Speicher des Browsers auf eurem Gerät und werden nicht an uns übertragen. Wir sehen nicht, welche Übung euer Kind macht und wie es abschneidet.

Die Kehrseite sollte man kennen: Die Rekorde sind weg, sobald die Browserdaten gelöscht werden, ein privates Fenster benutzt wird oder das Kind an einem anderen Gerät übt. Ein Gerätewechsel nimmt die Bestwerte nicht mit. Wir halten das für den besseren Tausch – aber es ist gut, wenn niemand überrascht davorsteht. Was wir insgesamt speichern und was nicht, steht in unserem Datenschutzhinweis.

Auf dem Tablet, am Laptop, im Vollbild

Die Übungen laufen im Browser auf Tablet, Laptop und Smartphone; eine Installation gibt es nicht. Für Kinder empfehlen wir das Tablet im Querformat – der Ziffernblock und die Antwortkarten sind dort am größten.

Oben rechts sitzt ein Vollbild-Knopf. Er blendet Menü und Umgebung aus, sodass nur noch die Aufgabe zu sehen ist. Auf kleinen Bildschirmen ist das nicht nur hübscher, sondern verhindert auch das versehentliche Wegtippen mitten in einer Aufgabe.

Der Einmaleins-Trainer ist ein Sonderfall

Eine Übung funktioniert anders als alle anderen: der Einmaleins-Trainer. Dort wählt das Kind die Reihen selbst aus – nur die 7er, oder die 6er bis 9er, oder alles gemischt – und übt so lange, wie es mag. Wer einen Lernblock ohne einen einzigen Fehler schafft, bekommt am Ende ein 1×1-Diplom mit Datum angezeigt, das sich ausdrucken lässt.

Wenn etwas nicht rundläuft

  • Die Übung startet nicht: Meistens fehlt eine der beiden Angaben – erst der Modus, dann die Anzahl der Aufgaben oder die Minuten. Der Startknopf bleibt bis dahin grau.
  • Der Rekord ist verschwunden: Browserdaten gelöscht, privates Fenster oder ein anderes Gerät. Siehe oben.
  • Zu schwer oder zu leicht: nicht durchbeißen, sondern die Stufe wechseln. Der Link dafür steht unten auf jeder Themenseite.
  • Das Kind mag lieber Papier: Zu vielen Themen gibt es dieselben Inhalte als Arbeitsblatt zum Ausdrucken – mit BooStars zum Ausmalen statt zum Einsammeln.

Wenn etwas fehlt, falsch ist oder unverständlich formuliert: Schreibt uns. Wir haben die Übungen selbst für unsere Kinder gebaut und ändern sie gern. Wer wissen möchte, wer hinter der Seite steckt, findet das in unserer Vorstellung.

Häufige Fragen

Brauchen wir ein Konto für die Online-Übungen?
Nein. Es gibt keine Anmeldung, keine E-Mail-Adresse und keine App. Ihr ruft die Übung auf und legt los. Der beste Prozentwert und die Zahl der Versuche werden nur im Browser auf eurem eigenen Gerät gespeichert und nicht an uns gesendet.
Was ist der Unterschied zwischen Lernblock und Zeitrennen?
Im Lernblock wählt das Kind 10, 20 oder 30 Aufgaben und arbeitet sie ohne Zeitdruck ab. Im Zeitrennen läuft eine Uhr über 2, 4 oder 6 Minuten, und es zählt, wie viele Aufgaben in dieser Zeit richtig gelöst werden. Zum Lernen eines neuen Themas ist der Lernblock der richtige Modus; das Zeitrennen eignet sich, wenn etwas schon sitzt und schneller abrufbar werden soll.
Wie kann eine Lehrkraft eine bestimmte Übung austeilen?
Jede Übung hat eine Kennung wie K3EN008, die oben auf der Übungsseite steht. Mit der Adresse banoo.boo/online_exercises/uebung.php?code=K3EN008 landet man direkt in genau dieser Übung. Die Kennung lässt sich an die Tafel schreiben oder in einen Elternbrief setzen – ohne dass jemand sich durch Klasse und Fach klicken muss.
Welche Klassenstufe soll ich auswählen?
Die im Zeugnis stehende Klassenstufe ist nur der Startpunkt. Wenn ein Thema neu ist, funktioniert eine Stufe darunter oft besser, weil das Kind mit Erfolgen anfängt. Eine gute Faustregel: Liegt der Anteil richtiger Antworten deutlich unter 60 Prozent, ist die Übung zu schwer; liegt er über 90 Prozent, darf es die nächste Stufe sein.
Warum sind die Rekorde plötzlich weg?
Die Bestwerte liegen ausschließlich im Speicher des Browsers. Sie verschwinden, wenn die Browserdaten gelöscht werden, wenn ein privates Fenster benutzt wird oder wenn das Kind an einem anderen Gerät übt. Das ist bewusst so gelöst – dafür entstehen keine Daten über euer Kind auf unseren Servern.
Kostet das etwas?
Nein. Alle Online-Übungen sind kostenlos und vollständig nutzbar, ohne Abo und ohne Testphase.
Banoo

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