Feste im Jahreskreis: St. Martin, Advent, Ostern & Fasching mit Kindern

Feste im Jahreskreis: St. Martin, Advent, Ostern & Fasching mit Kindern

Zwischen November und Ostern liegen die Feste, die Kindern das Jahr strukturieren – und Eltern regelmäßig in Zeitnot bringen. Meistens nicht, weil sie aufwendig wären, sondern weil sie überraschend kommen: Der Kita-Aushang zum Faschingsmotto hängt seit zwei Wochen, und man liest ihn am Abend davor.

Hier sammeln wir, was zu diesen Festen wirklich hilft. Weniger Deko-Inspiration, mehr Vorlauf und Praxis – und bei jedem Fest der ehrliche Blick darauf, was mit kleinen Kindern tatsächlich funktioniert.

Was bei allen Festen gilt

Über die Jahre haben sich bei uns drei Dinge herauskristallisiert, die bei jedem dieser Termine funktionieren:

  • Der Rhythmus schlägt das Programm. Ein Kind ohne Mittagsschlaf hält kein Fest durch, egal wie schön es geplant ist. Fast alle Zusammenbrüche an Festtagen sind Übermüdung, nicht Undankbarkeit.
  • Wiederholung ist der eigentliche Zauber. Was Kinder erinnern, sind nicht die besonderen Jahre, sondern die Dinge, die jedes Jahr gleich ablaufen. Ein oder zwei feste Rituale reichen völlig.
  • Nichts erzwingen. Kein Kostüm, kein Mitsingen, kein Bis-zum-Ende-Bleiben. Ein Kind, das die halbe Feier auf dem Arm verbracht hat, hat das Fest trotzdem erlebt.

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Häufige Fragen

Warum wandern die Termine von Fasching und Ostern jedes Jahr?
Weil beide an Ostern hängen, und Ostern wird auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling gelegt. Daraus ergibt sich alles Weitere: Aschermittwoch liegt 46 Tage vor dem Ostersonntag, Rosenmontag zwei Tage davor. Feste Termine haben dagegen St. Martin (11. November), Nikolaus (6. Dezember) und Weihnachten – der 1. Advent wiederum ist der vierte Sonntag vor dem 25. Dezember und wandert deshalb ebenfalls.
Wie viel Aufwand ist bei kleinen Kindern sinnvoll?
Deutlich weniger, als die meisten von uns beim ersten Kind investieren. Was Kinder im Kita-Alter an Festen begeistert, ist fast immer das Sinnliche und das Wiederkehrende: ein eigenes Licht in der Hand, ein Duft, dieselben drei Lieder wie letztes Jahr, ein Ablauf, den sie schon kennen. Aufwendig gebastelte Kostüme und perfekte Dekoration richten sich an Erwachsene.
Wie verhindern wir, dass alles im Konsum versinkt?
Indem ihr bei jedem Fest mindestens einen Programmpunkt einplant, bei dem etwas gegeben statt bekommen wird – ein Zettel im Adventskalender, der zu den Nachbarn führt, ein selbst gebackenes Mitbringsel, eine Aktion statt eines Gegenstands. Das verschiebt die Gewichtung erstaunlich deutlich, ohne dass jemand auf etwas verzichten muss.